Die BUND Kreisgruppe Cuxhaven

Der Vorstand der Kreisgruppe Cuxhaven

Ein wachsames Auge für Umwelt und Natur

 

Den BUND bewegt viel, und der BUND bewegt viel: Die Themenpalette, mit der sich der Landesverband Niedersachsen beschäftigt, reicht von "A" wie Artenschutz bis "W" wie Wasser.  BUND-Arbeitskreise setzen sich mit den Themen auseinander, tauschen ihr Fachwissen aus. Im Landkreis Cuxhaven ist die Kreisgruppe Unterweser für die Gemeinden im südlichen Kreisgebiet tätig, die Kreisgruppe Cuxhaven für die Stadt Cuxhaven und die nördlichen Gemeinden. Kreisweite Themen werden abgestimmt zusammen bearbeitet.

Der Vorstand der neu aufgestellten BUND Kreisgruppe Cuxhaven hatte am 23.Januar 2015 zum Neujahrsempfang in das Cafe Zaubernuß in Otterndorf geladen. Zwanzig Mitglieder und Unterstützer fanden sich zum Austausch in lockerer Atmosphäre ein. Nach den Begrüßungsworten der ersten Vorsitzenden, Eleonore Lemke, stellten sich die weiteren Vorstandsmitglieder kurz vor, nannten ihre Aufgabengebiete, bzw. Schwerpunkte. Anschließend wurden die vom Vorstand vorgeschlagenen Veranstaltungen und Projekte vorgestellt, diskutiert und die Anregungen der Mitglieder aufgenommen. Wer an den Veranstaltungen teilnehmen möchte, aktiv oder passiv, findet Informationen demnächst auf unserer Homepage www.bund-cuxhaven.de  oder beim  2. Vorsitzenden Norbert Welker email : bund.cuxhaven@bund.net .

 

Auf Wunsch der Mitglieder sind vierteljährlich lockere Treffen zum Austausch geplant.

Gemeinsam möchte der  Vorstand der BUND Kreisgruppe Cuxhaven mit (auf obigem Bild von links)  Herrn Dipl.Kfm. Uwe Leonhardt als Beisitzer, Herrn Norbert Welker als 2. Vorsitzenden, Frau Eleonore Lemke als 1. Vorsitzender und Herrn Dr. Lutz Bötcher als Schatzmeister, pragmatisch zunächst einmal die großen Umweltthemen, die überregional sind, benennen, und zwar

 

1. Artenschutz


Die fundierten Kenntnisse der Aktiven im BUND - sei es in den Kreisgruppen oder im Wissenschaftlichen Beirat und im Vorstand - sind die Grundlage für die Arbeit in der Praxis. Denn der BUND redet nicht nur über die Themen, sondern handelt. Mit seinen Projekten zeigt der Verband, wie man es besser machen kann. So dient beispielsweise das Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" dem Schutz der sehr selten gewordenen Wildkatze und damit dem Artenschutz.

Ebenfalls wegen des Artenschutzes rufen wir auf zur diesjährigen Aktion Wildbienen . Wildbienen sind ungemein wichtig! Wir sind darauf angewiesen, dass sie und andere Insekten unsere Kulturpflanzen bestäuben. Der monetäre Wert der Insekten-Bestäubung in Europa liegt bei über 14 Milliarden Euro pro Jahr. Wer Äpfel, Birnen, Erdbeeren oder Himbeeren mag, dem sollte auch der Schutz der Wildbienen am Herzen liegen.


Doch viele der Wildbienenarten in Deutschland sind bedroht. Durch die industrielle Landwirtschaft mit ihrem immensen Pestizideinsatz und der Zerstörung wichtiger Lebensräume haben wir viele Wildbienenarten an den Rand des Aussterbens  gebracht. Wir setzen uns für die Anlage von Blühstreifen und (öffentlichen) Blumenwiesen ein und unterstützen das Netzwerk „Blühende Landschaft“.

Wir möchten auch Sie ermutigen, Ihren Garten oder Ihren Balkon, Ihre Straße oder Ihre Gemeinde bienenfreundlich zu machen und für die Wildbienen aktiv zu werden.

 

2.  Überdüngung der Meere

Die Konsequenz durch die Verwendung mineralischer Dünger und deren Einleitung über Bäche und Flüsse ins Meer ist, dass es durch diese Überdüngung zu einem erheblichen Algenwachstum gekommen ist. Weite Teile der Meere sind heute sauerstoffarm mit entsprechenden Auswirkungen auf den Fischbestand. Unsere Anregung ist es hier, weg vom mineralischen hin zu organischem Dünger, der  auf eine Art und in einer Menge auszubringen ist, dass er im Boden gebunden bleibt und möglichst nicht über Bäche und Flüsse ins Meer gelangt.

 

3.  Kunststoffabfall

Unseres Erachtens ist es auch hier erforderlich, innerhalb der EU Schritte zu unternehmen, um Plastikabfälle zu vermeiden, die in erheblichem Maße bereits zur Umweltbelastung im Meer und an Stränden werden. Da diese nicht verrotten, wird sich dieses Problem über Generationen hinweg weiter verschärfen. Hier ist  dringend eine Gesetzesinitiative notwendig. Um das Problem „Kunststoffmüll“ ins Bewußtsein zu rücken, plant die Kreisgruppe hier für den Sommer 2015 eine Aktion unter dem Motte „Müllfreie St(r)ände“.

 

 

4. Umweltgifte

Umweltgifte sind ein schwerwiegendes Thema, da die schleichende Vergiftung zu erheblichen Verlusten bei bestimmten Arten, wie z.B. in der Vogelwelt, geführt hat und auch den Menschen nachhaltig schädigen kann. So haben sich zwar mit dem Verbot von DDT  die Bestände von Greifvögeln erheblich erholt, so dass sich heute der Seeadler deutschlandweit nicht mehr auf der roten Liste der gefährdeten Arten befindet. Mit der Entwicklung endokriner Disruptoren (hormonell wirksamer Substanzen) und der fortschreitenden Entwicklung hormonell wirksamer Medikamente sind jedoch völlig neue Problemfelder entstanden. Diese Substanzen sind großteils nicht in Kläranlagen abbaubar und gelangen so in das Meer und in unsere Nahrungskette. Es muss überprüft werden, welche chemischen Verbindungen insbesondere als Umweltgifte, z.B. in Form von Pflanzenschutzmittel oder auch Medikamenten, angegangen werden müssen.

 

5.  Eingriffe und Störung des Naturhaushalts

Der Mensch mit seinen Aktivitäten greift vielfältig in den Ablauf der Natur ein. Sei es durch große Bauprojekte, die Wandlung von einer bäuerlicher hin zu einer agraindustriellen Landwirtschaft, Eingriffe in den natürlichen Lauf der Flüsse oder auch durch das Freizeitverhalten der Menschen.

So wird es weiterhin Aufgabe bleiben, Aufklärungsarbeit über die Aufgabe und  den Schutz des Nationalparks Weltnaturerbe Wattemeer zu leisten – den Unterschied zwischen Benutzun g und Nutzung zu erklären.

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erfordert Bewirtschaftungspläne für die Flüsse. Im laufenden Beteiligungsverfahren für den Bewirtschaftungsplan 2015 – 2020 wird sich der BUND aktiv einbringen. Gleiches gilt für den Hochwasserrisiko-Managementplan. Überlebenswichtig für die Menschen im Cuxland, die allesamt hinter Deichen leben.

Aber auch einzelne Aspekte sollen nicht vergessen werden :

Es hat sich gezeigt, dass bei einigen Vogelarten die Haupttodesursache die Bleivergiftung ist, die das Nervensystem beeinträchtigt. Hier kommt die Besonderheit hinzu, dass Greifvögel mit ihrer ausgesprochen aggressiven Magensäure (zur Verdauung von Knochen und -resten) Blei anlösen und es dadurch zu Vergiftungserscheinungen mit tödlichen Folgen kommt.

 

6.  Klimawandel

Der Klimawandel beeinträchtigt in vielen Punkten die bestehenden Arten. Beispiele sind :

a. Der Lebensraum des Menschen wird durch den Meeresspiegelanstieg bedroht. Immer höhere Deiche müssen die Menschen  schützen.

b.  Intensive Landwirtschaft und häufigere Mahd, die z.B. den Feldbrütern zusetzt. Dies führt dazu, dass Vogelarten wie Feldlerche oder Kiebitz stärker gefährdet sind und

c.  Es kommt darüber hinaus dazu, dass heimische Arten durch neue Arten, die aufgrund des Klimawandels zuwandern, gefährdet werden. Der Klimawandel, als wesentliches Risikopotential ist vom BUND  erkannt und so ist „der Ausbau der Windenergie … damit essentiell für den sofortigen Atomausstieg wie auch für den Klimaschutz und die Aufgabe der Kohlestromerzeugung“ (BUND Position 56, Juni 2011: Für einen natur- und umweltverträglichen Ausbau der Windenergie). Auch der NABU sieht in den drei großen „E“ – Einsparung, Effizienz und Erneuerbare Energien das beste Mittel, die steigenden Temperaturen zu begrenzen.

 

6.  Im Landkreis Cuxhaven:

Es geht auch regional in unserem Landkreis darum, positiv gestaltend mitzuwirken, wenn z.B. Millionen Euro als Ausgleichszahlungen für regenerative Energieprojekte an den Landkreis  für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fließen. Diese sind sinnvoll im Naturschutz einzusetzen. Dies kann durch Projekte gemeinsam mit dem Landvolk sowie dem Wasser- und Bodenverband geschehen, in dem man geeignete Flächen sucht, um eine Renaturierung einträchtig und kooperativ zu gestalten. Es kann aber auch die E-Mobilität (E-Autos, E-Fahrräder, E-Bürgerbusse, Solarboote)  unterstützt werden, Streuobstwiesen können angelegt werden und insbesondere ist daran zu denken, dass Ausgleichsflächen für die Diversität erheblich mehr Potential bieten müssen, um der Artenvielfalt gerecht zu werden, als die Flächen, auf denen die Ausgleichsmaßnahmen stattfinden sollen oder auch intensiv genutzte Agrarflächen.

Der BUND wird sich auch weiterhin aktiv in die Ausgestaltung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) einbringen und darauf dringen, daß der Landschaftsrahmenplan ( LRP ), der seit 2010 in überarbeiteter Form vorliegen müßte, endlich vorgelegt wird.

Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit, die interdisziplinär unseren Landkreis voran bringt, mit guten, übergreifenden Konzepten, die Menschen und Natur dienen .

 

Der BUND Niedersachsen und die Kreisgruppe Cuxhaven sind vielseitig aktiv im Einsatz gegen Kohlekraftwerke, gegen Atomkraft, für Erneuerbare Energien, gegen Gentechnik, für eine bäuerliche Landwirtschaft oder auch für eine Verkehrspolitik, die nicht  auf Kosten von Natur und Umwelt gemacht wird.

 Mit Ihrer Spende oder Ihrem Mitgliedsbeitrag unterstützen Sie uns darin, dafür zu arbeiten, dass unsere Kinder noch in einer lebenswerten Welt leben werden.

Weitere Informationen und Mitgliedsanträge finden Sie unter www.bund.net , der Seite des Bundesverbandes oder unter www.bund-niedersachsen.de , der Seite des Landesverbandes.

 

 



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Samstag 23.9.2017 ab 10 Uhr, Oldendorf

BUND Cuxhaven und BUND Stade  informieren über Terra Preta im Rahmen von KLIMA GEWINNT. An der Schule in Oldendorf gibt es Informationen zu Klimaprojekten und Zukunftsperspektiven.

nähere Informationen finden Sie unter: https://www.buergerenergie-osteland.de/aktuelles/

 

Samstag 30.9.2017 und Sonntag 1.10.2017 jeweils  von10 Uhr bis 18:00 Uhr, Natureum Niederelbe

Die BUND Kreisgruppe Cuxhaven ist mit einem Infostand Schwerpunkt Terra Preta auf der Veranstaltung GartenMagie vertreten.