Terra-Preta im MoorIZ

Am Freitag, dem 15. 4. 2016 luden die BUND Kreisgruppen Cuxhaven und Unterweser, gemeinsam mit dem Moorinformationszentrum in Wanna zu einem Vortragsabend des BUND Landesverbands Projektes "Terra Preta in Niedersachsen" ein.

Zwei Referenten berichteten über das Themenfeld Moor- und Klimaschutz. Prof. Dr. Harm Glashoff (BUND) erklärte warum der Moorschutz wichtig ist und welche Maßnahmen im privaten Garten dazu helfen diese und das Klima zu schützen. Die Projektleiterin Dr. Mona Gharib stellte das Projekt des Landesverbandes vor.Konkret am Beispiel von Terra Preta zeigte sie auf, wie durch den Einsatz eines Torfersatzstoffes in Privatgärten auf Torferden verzichtet werden kann. Herstellung, Anwendung aber auch Vor- und Nachteile der Terra Preta wurden durchleuchtet und in einer anschließenden Diskussionsrunde besprochen.

Ameisen die heimlichen Herrscher der Welt

Es krabbelte auf dem Berthof

Auf Einladung der BUND KG Cuxhaven kamen die Ameisenheger Helma und Jörg Beck nach Kleinwörden auf den Berthof. „ Einen Vortrag im Wohnzimmer, das hatten wir noch nie“ sagte Jörg Beck und freute sich über das schöne „Ambiente“. Die zahlreich erschienen Zuhörer waren beeindruckt von dem Wissen, welches sich die beiden über 20 Jahre angeeignet haben. Mit launigen Vergleichen „ wenn sie 100kg wiegen, versuchen Sie doch einmal mit einem Elefanten auf dem Rücken einen Baum hoch zu klettern“  wurde dem Publikum klar welche Leistungen Ameisen vollbringen. Auch das Lebensalter der Arbeiterinnen (bis 6 Jahre) und Königinnen (bis 26 Jahre ) hatten viele Zuhörer nicht für möglich gehalten.

Da Hügelbauende  Ameisen unter Naturschutz stehen, berichtete Jörg Beck von den aufwendigen Umsiedlungsmaßnahmen, welche oft schweres Gerät erfordern. Ist ein Ameisenhügel dem Autobahnbau im Weg, so stellt sich wieder einmal die Frage, weshalb Ameisen es schaffen sich unfallfrei zu bewegen, die Autofahrer nicht?

Sollten sie den Verdacht haben, Ihre Nachbarn hätten sich in der Jahreszeit geirrt, weil es im Sommer plötzlich nach Weihnachten riecht, dann hat jemand einen der vielen Tipps von Helma Beck beherzigt. Um Ameisen zu vertreiben eignen sich nach ihrer Erfahrung am besten Zimt oder Nelkenöl.

Krötenschutz erweitert - Zusätzlicher Zaun in Hechthausen errichtet

Seit nun vier Jahren setzen sich Institutionen und Bürger in Hechthausen ein, um das Massenstarben der geschützten Kröten auf ihrem Weg zu den Laichquartieren im zeitigen Frühjahr zu verhindern. Seit dieser Zeit errichten der BUND mit Hilfe von Grundschülern der 3. Klassen und mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr einen Krötenzaun in der Waldstraße. Schülerinnen und Schüler sammeln die Kröten und setzen sie auf die andere Straßenseite über. Durch dieses Engagement wurden nicht nur zahlreiche Tiere gerettet, sondern bei den Bürgerinnen und Bürger mehr Bewusstsein für Natur und Umwelt geweckt: Häufig erhalten die Initiatoren und Helfer Hinweise wo viele Kröten beim Überqueren der Straße überfahren werden. Bereits vor gut 14 Tagen wurde der Zaun in der Waldstraße errichtet. In diesem Jahr kam dann noch ein weiterer, neuer Zaun in der Bahnhofstrasse hinzu der vom BUND und vom Gewerbeverein gesponsert wurde. Der Aufbau fand mit der Jugendfeuerwehr und wie schon beim letzten Mal mit freiwilliger Unterstützung einiger in Hechthausen untergekommener Flüchtlinge aus Afghanistan statt. Während die einen die Halterungen fertig machen, gruben andere Löcher für die Eimer und befestigen den ausgerollten Zaun. Eine tolles Erlebnis für alle wie die Arbeiten Hand in Hand abliefen und die Freude der hier untergekommenen Flüchtlinge zu erleben die gemeinsam mit Feuerwehr, Jugendfeuerwehr, engagierten Kindern und Erwachsenen aus Hechthausen arbeiteten.

Aufbau des Krötenzauns in Hechthausen

Am Samstag , den 5. März 2016, war es wieder so weit. Zum fünften Mal wurde in der Waldstraße in Hechthausen der Krötenzaun aufgebaut.

Es sind jeweils die Vierten Klassen der Grundschule Hechthausen mit der „Rettung“ der Kröten betraut. Zusätzlich zum Lehrplan führten der Biologe Georg Ramm (GNU) und die BUND Vorsitzende Eleonore Lemke  eine Unterrichtsstunde durch, in der über die in unserer Region vorkommenden Frösche und Kröten, die Notwendigkeit des Amphibienschutzes, den Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer und den Aufbau des Zaunes gesprochen wurde.

Das Gelände am Waldrand ist uneben und 20 Eimer einzugraben eine schwere Arbeit. So freut uns die Unterstützung der Jugendfeuerwehr Hechthausen und der Eltern umso mehr. Zusätzliche Hilfe boten vier junge Männer und zwei Jungs unserer neuen Hechthausener Mitbürger aus Afghanistan an. Damit bei so viel Arbeit an frischer Luft niemand verhungert oder Durst leiden muss gibt es auch einen Verpflegungsstand, von BUND Mitgliedern und Unterstützern bestückt und betreut.

Die „ Krötenretter“ kontrollieren täglich die Eimer und dokumentieren alles was sie finden, auch z.B. Spinnen und Käfer. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Kröten kontinuierlich gestiegen. Im letzten Jahr wurden im Winterquartier erhebliche Baumfällarbeiten durchgeführt und ein großes privates Grundstück auf dem Weg zum Laichgewässer fast vollständig leergeräumt, so dass zusätzliche Gefahren für die Kröten entstanden sind. Welchen Einfluss diese Maßnahmen haben wird sich in diesem Jahr zeigen.

BUND-Kreisgruppe informiert Geflüchtete über Mülltrennung

Foto: E.Lemke

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind, dicht gefolgt von dem Hang zur perfekten Mülltrennung. Vielen unserer neuen geflüchteten MitbürgerInnen ist dies nicht bewusst. Um Konflikten mit der Nachbarschaft vorzubeugen hat die BUND KG Cuxhaven in Zusammenarbeit mit der Abfallberatung des Landkreises am Mittwoch, den 17. 2. 2015 zwischen 10 und 12 Uhr, sich dieses Themas angenommen. Veranstaltungsort war das Jugendzentrum in Hechthausen, Waldstr.4

„Hier treffen sich seit Oktober mittwochs Ehrenamtliche und Flüchtlinge zur Sprachunterstützung; so können wir beides miteinander verbinden“ sagt E. Lemke vom BUND. Herr Marek vom Landkreis erklärte mit viel Anschauungsmaterial und spielerisch die Trennung und auch auf einfache Art die Wiederverwendung der Wertstoffe. Ein selbst erstelltes Plakat zu den Abfallterminen konnten die Teilnehmer mitnehmen.

„Die Geflüchteten aus Albanien, Mazedonien, Afghanistan, Syrien und Somalia verfügen noch über sehr wenige Sprachkenntnisse“ sagen die Sprachunterstützer M. Heinbockel und C. Buck „aber die 26 Teilnehmer haben viel mitbekommen und unterstützen sich auch gegenseitig“ Im Notfall hilft dann T. Hussein aus Hechthausen mit der Übersetzung.

 

 

 

BUND Kreisgruppe Cuxhaven bei der Demo "Wir haben es satt"

Mit einer kleinen Gruppe reiste die BUND Kreisgruppe Cuxhaven am 16. Januar nach Berlin zur diesjährigen AGRAR-Demo nach Berlin.

Nach Angaben der Veranstalter machten sich ungefähr 23000 Demonstranten auf den Weg vom Potsdamer-Platz zum Kanzleramt. In verschiedenen Redebeiträgen wurde hier vor allem auf die Folgen  der derzeitigen Agrarpolitik hingewiesen: unter anderem für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft,die über faire Preise den Betrieben ein Überleben ermöglicht, den Erhalt einer gesunden Umwelt, keine Agrarpolitik auf Kosten der Dritten Welt.

Jahresabschluss 2015

Foto: J.Tonn

Liebe Mitglieder  und Unterstützer,

hier ein Foto von der letzten Aktion des Jahres am 12.12.2015 auf dem Wochenmarkt in Cuxhaven. Wie Sie/Ihr sehen haben Ulli Milde und ich uns weder durch Wind und Regen abhalten lassen zum Ende des Klimagipfels in Paris noch einmal einen Infostand zum Thema Klimaschutz aufzubauen!

Die erste Aktion im nächsten Jahr wird die Teilnahme  an der Agrardemo  „Wir haben es satt“  in Berlin sein. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen schöne Weihnachtsfeiertage, einen guten Rutsch und alles erdenklich Gute für 2016.

Im Namen des Vorstandes

Eleonore Lemke

 

 

 

Wildbienen auf dem Berthof in Kleinwörden

Fotos: L. Bötcher; Bienen weisen den Weg

am  22. 4. 2015 hatte die BUND KG Cuxhaven zu einer Vortragsveranstaltung  zum Thema Wildbienen geladen. In Kleinwörden  konnte man schon Tage vorher sehen, dass es auf dem Berthof brummt und summt.

Mit über 50 Interessierten Gartenbesitzern, Landwirten (Obstbau), Imkern und Tierärzten war die Veranstaltung ausgebucht.

Frau Luisa Stemmler stellte das Netzwerk Wildbienenschutz des BUND LV  vor und berichtete über die derzeit 4 Leuchtturmprojekte  in Niedersachsen. Informationen zum Thema gibt es unter: www.bund-niedersachsen.de/wildbienen

Dr. Otto Böcking begleitet dieses Projekt wissenschaftlich und erfreute die Gäste mit brillianten Fotos vieler Wildbienenarten. Er berichtete über Tricks und Kniffe einiger hochspezialisierter Arten um an den lebenswichtigen Nektar zu gelangen. Das außer unserer ausgeräumten Landschaft auch ebensolche, sogenannten Gärten mit reinen Rasenflächen oder Stein an Stein an Stein, keine Nahrung und Nistmöglichkeiten wurde mehr als deutlich. Dr. Böcking sparte nicht mit Kritik an Nisthilfen, welche fälschlicherweise auch als Insektenhotels bezeichnet werden. Käuflich zu erwerben oder mit viel Engagement selbst gebaut, weisen sie doch viele Fehler auf und sind so für den Wildbienenschutz nicht geeignet.

Damit die Nisthilfen ihren Zweck erfüllen gab es am Infotisch Bauanleitungen, Pflanzenlisten und Tipps für das richtige Saatgut.

Das schöne Wetter und die ideale Umgebung für Wildbiene und Mensch ergänzten diesen Abend zu einer gelungenen Veranstaltung.

 

 

Kritischer Agrarbericht: Bauernhöfe statt Agrarindustrie

Kuh, Foto: www.istockphoto.com

Solange die Agrarindustrie das Sagen hat, wird es Maiswüsten und Soja-Monokulturen geben. Solange die industrielle Losung "Mehr Dünger, Pestizide und Gentechnik für mehr Ertrag je Hektar" herrscht, bleibt die Landwirtschaft abhängig vom Erdöl und ausgerichtet auf die Zahlungskräftigen, die sich Fleisch und Agrosprit leisten können.

Mehr zum "Kritischen Agrarbericht"



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14. 8. 2016

Tag der offenen Tür und Sommerfest der Kreisgruppe Cuxhaven im Terra-Peta Garten in Hechthausen-Bornberg