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Kreisgruppe Cuxhaven

BUND Kreisgruppe trotz CORONA-Pandemie aktiv

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Erde

Nun sind es schon 5 Wochen, dass wir alle auf Grund der Corona Pandemie sehr kontaktreduziert leben. Unsere jährliche Mitgliederversammlung und die Teilnahme an vielen Veranstaltungen mit Aktionen und Infoständen konnten nicht stattfinden. Auch die beiden Kindergruppen kommen zurZeit nicht auf das BUND Gelände in Bornberg. Das wird erst wieder möglich sein, wenn alle Kinder wieder in die Schule gehen.

Am 25.4.werden wir wie geplant die Abgabe von Brunnenwasser zur Untersuchung auf Nitrat anbieten. Die Proben können zwischen 10 Uhr und 14 Uhr neben Cuxland Pur in Hemmoor an unserem Stand abgegeben werden. Die Untersuchungsergebnisse werden per Mail oder Telefon übermittelt.

Dennoch gibt es Neuigkeiten zu einer Begegnungsstätte in Otterndorf. Hier für alle Interessierten noch einmal den Text der Pressemeldung. Wir hoffen die Räumlichkeiten bald mit einer kleinen Feier zu eröffnen.

Wir werden rechtzeitig dazu informieren.

Initiativen im Cuxland rücken näher zusammen: Begegnungsstätte in Otterndorf

Seit dem 1. April gibt es eine Begegnungsstätte in Otterndorf, die Räumlichkeiten für soziale und umweltorientierte Initiativen zur Verfügung stellt. In Absprache mit der Kreisgruppe Cuxhaven des BUND und der Ortsgruppe Land Hadeln des NABU wurden die Räume von dem Verein „Solidarisches und nachhaltiges Handeln im Cuxland e.V.“ angemietet, der verschiedene Projekte der Flüchtlingsbegleitung in Hadeln zusammenfasst. Auch die Koordinierungsstelle Flüchtlingswesen der Samtgemeinde Land Hadeln und des Diakonischen Werks Cuxhaven-Hadeln werden sich an dem Projekt beteiligen und zukünftig feste Sprechzeiten für Flüchtlinge in der Begegnungs­stätte anbieten.

Die Räume befinden sich in der Johann-Heinrich-Voß-Straße 6, zentral gelegen, gegenüber der Otterndorfer Kirche und neben der Altstadtbuchhandlung. Sie werden insbesondere der Kreisgruppen des BUND, der Ortsgruppe des NaBu Land Hadeln und der Flüchtlingsbegleitung Hadeln die Möglichkeit bieten, sich zu treffen, kleine Veranstaltungen durchzuführen, einen offenen Treffpunkt oder Beratung anzubieten, ihre Arbeit darzustellen und Infomaterial auszulegen.

Zudem sollen die Räume auch für andere hiesige soziale Initiativen und Umweltgruppen zur Verfügung stehen, um so ein kulturübergreifendes Miteinander, einen politischen Austausch und gemeinsame Aktivitäten zu initiieren. Die bisherigen Belegungen und Nachfragen lassen noch Kapazität frei für weitere Nutzungen.

Die Räume werden möglichst regelmäßig und zu festen Zeiten offen sein, so dass Neugierige und Interessierte einfach mal vorbeischauen können.

Die Eröffnung dieses Projektes muss nun aber bis nach der Corona-Kontaktsperre warten. Noch gibt es auch kein Telefon, Kontakt deshalb über: sonaha.verein@online.de

 

Der Krötenzaun steht!

Der Krötenzaunaufbau 2020

Jeep es ist geschafft. Das wechselhafte Wetter der letzten Wochen machte die Planung des Krötenzaunaufbau schwierig. Kurzfristig verlegten wir den Termin auf Freitag den 28.2. vor. Glücklicherweise kamen genügend Helfer, sodass wir den Zaun in einer guten Stunde fertig aufgebaut hatten und uns anschließend Kaffee und Kuchen widmen konnten. Schon Anfang der Woche wurden die ersten Kröten gerettet. Die Kontrolle der Eimer übernehmen seit 2012 die Schüler der 4. Klassen der Grundschule Hechthausen.

„Ist die Kröte im Eimer, ist sie gerettet.“

BUND verabredet Aktionen 2020

Die BUND Kreisgruppe Cuxhaven nutzte ihren Neujahrsempfang im Lokschuppen des Bürgerbahnhofs Cuxhaven um mit befreundeten Verbänden und Organisationen gemeinsame Aktionen für das Jahr 2020 festzulegen. So wird auch 2020 wieder das Blaue Klassenzimmer beim Müll sammeln im Rahmen der weltweiten Aktion "Clean-Up" am Cuxhavener Strand unterstützt. Bei der vom NABU Land Hadeln organisierten Ausstellung "Mensch, Natur & Umwelt" Mitte Mai in den Otterndorfer Seelandhallen wird die BUND Kreisgruppe vertreten sein. Weiterhin wird es eine Reihe von Veranstaltungen und die Kinder- und Jugendarbeit im BUND-Garten in Hechthausen-Bornberg geben. Alle Veranstaltungen und Termine sind in Kürze in einem Flyer nachzulesen der gerade erstellt wird. Interssierte können das Programm bereits per Mail unter bundcuxhaven(at)gmx.de anfordern.

Bericht zu den laufenden Wasseruntersuchungen - von Hans-Jürgen Krohn

Projektgruppe Wasser der Kreisgruppe Cuxhaven:

Vorgeschichte zur der Entwicklung der Gruppe aus dem Hadelner Land.

Am Samstag den 29/06/2019 haben wir uns in Butjadingen auf dem Hof der Umweltstation Iffens zu einem Seminar über Wasseranalyse mit 14 Teilnehmern um 09:00 Uhr getroffen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Anwesenden sind wir nach der Theorie gleich nach draußen mit dem nötigen Zubehör und Bollerwagen zum Sieltief gestartet. Alles über kurze Fußwege zu erreichen. Es erfolgte eine Einteilung in Gruppen. Dort haben wir dann unsere ersten Erfahrungen mit der Probenentnahme und der zugehörigen Ermittlung auf chemischer-, biologischer- und Fischbasis erhalten. Im Anschluss ging es zurück ins Labor, um mit dem erforderlichen Koffer die chemischen Fakten festzustellen. Mit den laminierten Blättern für die biologische Bestimmung der Pflanzen und diversen kleinen Tierchen, die sich im Wasserglas tummelten, konnten wir relativ schnell und sicher die Arten bestimmen und zählen (was manchmal nicht so einfach ist), sonst hat auch das Mikroskop geholfen, das hat man aber bei den in Situ stattfindenden Proben nicht mit.

Mit dem Senknetz haben wir die gefangenen kleinen Fische in ein belüftetes Aquarium mit dem Sielwasser befüllt und konnten die einzelnen kleinen Fischarten bestimmen. Die Fische wurden danach wieder zum Siel zurück ins Wasser gebracht.

Gewässerkunde: Zum Verständnis muss folgendes erläutert werden; das Sabrobiensystem( sapros=faul, bios=leben), ist ein Bewertungssystem zur Ermittlung der biologischen Wasserqualität( Nutzbarkeit ) von H20 für menschliche oder natürliche Zwecke und Prozesse aller Art. Die im Gewässer gefundenen Lebewesen werden als Bioindikatoren (Zeigerart, ist "ein Lebewesen, welches auf Umwelteinflüsse mit Veränderungen seiner Lebensfunktion reagiert oder Stoffe anlagert, oder in den Organismus eingebaut wird ) für die Belastung eines Gewässers durch abbaubare (Zersetzung einer chemischen Verbindung in kleinere Moleküle oder gar in Elemente durch physikalische, chemische oder biologische Einflüsse) organische Substanzen verwendet, dies wird als seine „Sabrobie“ bezeichnet.

Sabrobie: Maß für den Gehalt an organischen leicht unter Sauerstoffverbrauch abbaubaren Substanzen im Wasser.

Mit dem Sabrobiensystem wird nur die Belastung eines Fließgewässers mit organischen, leicht abbaubaren, sauerstoffzehrenden Substanzen, z.B. aus häuslichen Abwässern, gemessen.

Abwässer: Regenwasser, abfließendes Niederschlagswasser.

Da diese unter “Sauerstoff-Verbrauch“ abgebaut werden, steht dieser in engem Zusammenhang mit dem Sauerstoffgehalt des Wassers und dem Redoxpotential.

Redoxpotential: bezeichnet eine Messgröße der Chemie der Redoxreaktion.

Es ist das Reduktions-/Oxidations-Stan "dardpotential eines Stoffes, gemessen unter Standardbedingungen gegen eine Standard-Referenz-Wasserstoffhalbzelle.

Andere Gewässerbelastungen werden mit dem Saprobiensystem nicht indiziert.

Im Saprobiensystem wird dazu jeder Indikatorart ein Wert, der Indexwert, zugewiesen. Dieser ist aus der Beobachtung zahlreicher verschmutzter und unverschmutzter Gewässer empirisch hergeleitet (beruht nicht etwa auf Labormessungen). Aus dem (nach der Häufigkeit des Vorkommens gewichteten) Mittelwert der Indexwerte aller dort lebenden Indikatorenarten ergibt sich für eine untersuchte Probestelle ein „Zahlenwert“, der sogenannte „Saprobienindex“. Die vorkommenden Arten werden also gewissermaßen als Messinstrumente für die organische Belastung benutzt. Durch die Verwendung zahlreicher Indikatorarten ist die Messung im Idealfall sehr gut abgesichert.

Zur Ermittlung der Gewässergüteklasse wird der Saprobienindex der untersuchten Gewässerstrecke mit einer standardisierten Liste solcher Indices verglichen. So wird eine Einordnung des Fließgewässers in Gewässergüteklassen vorgenommen. Aufgestellt wurde das Saprobiensystem von Kolkwitz und Marson und seitdem fortlaufend entwickelt. Das Verfahren in Deutschland erfolgt nach DIN 38410. Damit sind wir jetzt in der Lage auch Proben zu nehmen und auszuwerten und zu bestimmen.

Nach zwei Terminen mit den interessierten Teilnehmern haben wir dann den ersten Feldversuch in Steinau und Umzu gestartet.

Brigitte, Gerd, Hans-Jürgen haben sich dann nach der Einsicht in die NLWKN-Daten (Wasserproben/-analysen auf Schadstoffe etc. in Brunnen und Gewässern) auf aktuell drei Untersuchungsstationen festgelegt, die aber nach Wunsch und Rücksprache in der Gruppe jederzeit erweitert werden können. Die NLWKN-Messungen basieren auf dem Stand von 2017. Damit gibt es keine weiteren Messwerte, die öffentlich einzusehen sind. Wir sind somit in unserer Entscheidung der Entnahmestellen frei wählbar und es gibt keine Überschneidungen mit alten Messdaten vom Amt. Unsere Messstationen sind gut zugänglich/begehbar, um dort in Situ die Wasserproben auf chemischer-, biologischer- und auf Fischbasis zu nehmen und auch auswerten zu können. Wir starten mit dem Projekt am Donnerstag den 05/09/2019 um 10:00.

  1. Messstation: Steinau, Süderwesterseite 38 bei Brigitte und Gerd „vor der Haustür“, hier handelt es sich um die Große Medemstader-Wettern, die mit seinem Verlauf in die Medem entwässert. Koordinaten: 53,6754287 N und 8,8591694 E

  2. Zwischen Steinau und Odisheim, an der Landesstraße 144, befindet sich die „Gösche-Nord“, die in den Hadelner-Kanal, südlich von Steinau entwässert wird. Koordinaten: 53,6808675 N und 8,9104546 E

  3. Das Schöpfwerk am Hadelner-Kanal, dieses Bauwerk liegt südlich von Steinau und wird vom Hauptvorfluter Steinau in den Hadelner-Kanal entwässert. Koordinaten: 53,7332486 N und 8,9611919 E.

Nach der Probennahme und der anschließenden Auswertung, werden die Daten dann zeitnah in die Datenbank vom BUND per Rechner von mir eingegeben und fortlaufend ergänzt.

Weiterhin hoffen wir noch auf „Helfer“, die uns bei dem Projekt unterstützen möchten.

Wir sind gespannt wie sich die Langzeitmessungen entwickeln.

Naturschutzwoche für Kinder 2019

Ein neues Zuhause für Vögel, Fledermäuse und Insekten

Jahresabschluss in Bornberg

Was das Wetter betrifft braucht man für eine im November auf dem BUND Gelände geplante Veranstaltung schon etwas Glück. Das hatten wir!!! Es war trocken, sonnig und windstill.

Im Rahmen der „Naturschutzwoche für Kinder“ luden wir am 9.11. 2019 die Kinder unserer beiden Kindergruppen zum Bau von Nistkästen und Fledermaushöhlen ein. Angemeldet waren 35 Kinder mit ihren jüngeren Geschwistern plus Eltern oder Großeltern. Über ein Losverfahren teilten wir die Kinder in Gruppen ein. Während die „Baugruppe“ an der Werkbank beschäftigt war, reinigten andere Kinder die zahlreichen Nistkästen des BUND Geländes. Ein Nistkasten, eigentlich für Sperlinge gedacht, war anderweitig belegt. Hier hatte sich vermutlich eine Haselmaus einen Vorrat angelegt.

Eine Nisthilfe für Insekten, die auf unserer Blumenwiese am Bahnhof Hechthausen stehen wird, sollte neu gefüllt werden. Erwachsene und Kinder konnten sich bei Wolfgang informieren, was dabei zu beachten ist. Als Füllmaterial stehen vorgebohrte Hölzer, Pappröhrchen, Schilfbündel und eine Lehmwand zur Verfügung.

Um die Wartezeit zu verkürzen gab es Stockbrot (geht immer) und heißen Punsch, auch über offenem Feuer erhitzt, denn eine Feuerstelle wärmt ja auch. Wer Hunger hatte konnte diesen mit Kartoffelsuppe, einer veganen Rote Beete Suppe oder Schmalzbrot stillen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Ausstellung von Greifvögeln in unserem Bauwagen. Uwe Hintelmann, ausgewiesener Fachmann hatte seine Präparate mitgebracht und konnte alle Fragen zum Thema beantworten.

Als es dunkel wurde, gingen die Kinder mit Ihren „Bauwerken“ und einer Überraschung nach Hause. Die Überraschung bestand aus einer Baumwolltasche, bemalt mit einer Vogel- oder Fledermaussilhouette gefüllt mit Büchern, Rätselheften, Puzzle und weiteren Infos.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung!

Danke an die Bingo Umweltstiftung für die Förderung

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