Pflanzaktion in Cuxhaven
Projektarbeit von Abiturienten des Lichtenberg Gymnasiums
Im Zusammenhang mit einer Facharbeit zum Thema Tourismus kamen die drei Abiturienten Hauke, Lasse und Joschka des Lichtenberg Gymnasiums Cuxhaven auf die Idee der zunehmenden Versiegelung etwas entgegenzusetzen.
Sträucher pflanzen, um die CO2 Bilanz der Stadt zu verbessern, die Schaffung von Lebensräumen zur Verbesserung der Biodiversität war das Ergebnis ihrer Überlegungen.
Eine Pflanzfläche wurde mit Unterstützung der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Cuxhaven schnell gefunden und ein Projektplan erstellt. Es sollten an das Küstenklima angepasste heimische Sträucher gepflanzt werden. Die Drei informierten sich in einer nahegelegenen Baumschule und holten sich Rat bei der Initiative Stadtgrün und dem Vorstand der BUND-Kreisgruppe Cuxhaven.
Die Stadtsparkasse Cuxhaven förderte das Projekt mit € 500,00 und der BUND lieferte Pflanzen im Wert von € 200,00.
Am 13. November hatten wir bestes Pflanzwetter, nieselig, aber nicht zu kalt und windstill. Mit Hauke, Lasse, Joschka und 5 weiteren Unterstützern von der Initiative Stadtgrün/BUND waren in gut 4,5 Stunden über 200 Pflanzen eingepflanzt.
Wildkräuter und essbare Blüten
Ferienspaß 2024 zum Zweiten
das kann man alles essen? (Foto: A. Feldmann)
Wegen der großen Nachfrage entschieden wir uns für ein weiteres Angebot auf dem BUND Gelände unter der Leitung des Umweltpädagogen Jonas Maiwald.
An diesem Nachmittag wurden gemeinsam Wildkräuter entdeckt und Fragen beantwortet z.B. Warum brennt die Brennnessel, warum wächst der Wegerich dort, wo man ständig auf ihm herumtrampelt und was können wir mit dem Löwenzahn anstellen? Auch spannende Spiele gab es zwischendurch und schließlich die Aufgabe, Wildkräuter und essbare Blüten zu sammeln, klein zu schneiden und unter den vorbereiteten Quark zu mischen. Auch an diesem Nachmittag war es sehr warm und rohes Gemüse und Kräuterlimonade eine gute Wahl.
unzerschnittene Landschaften erleben
Fahrradstaffel vom Ammerland bis Bad Segeberg
CO2 - Na und? Was haben Moore mit dem Klima zu tun?
Vortrag am 21.7.2024 in der Kulturdiele Hemmoor
Lasst uns Trinkwasser pflanzen
Pflanzaktion anlässlich des Weltwassertags in Hemmoor
Das Werkzeug wartet..... (Foto: BUND Cuxhaven)
Trinkwasser, insbesondere guter Qualität wird, auch bei uns in Deutschland, ein knappes Gut. 75 % unseres Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen. Die Grundwasserreserven zu mehren ist eine wichtige Aufgabe, denn in den Dürrejahren2018-2021 sind u.a. große Mengen Süßwasser verdunstet. Frau Dr. Meyer Schulz erklärte uns, dass 1 ha Laubwald 800 Menschen mit Trinkwasser versorgen kann. Da Laubbäume in den niederschlagsreichen Wintermonaten wenig Wasser benötigen, gelangt mehr Regenwasser ins Grundwasser als bei Nadelholzbeständen.
Eigentlich wollten wir nur einen Vortrag zum Thema Trinkwasser organisieren, doch dann hatten wir die Idee, anlässlich des Weltwassertages am 22.3. 2024 eine Pflanzaktion in Kooperation mit dem Verein Trinkwasserwald e.V. durchzuführen. Trinkwasserwald e.V. kümmerte sich um eine geeignete Fläche, die sich in Hemmoor fand. Ein ehemaliger Fichtenbestand, der nun mit 500 Laubbäumen zum Trinkwasserwald umgebaut werden sollte. In den Ferien und an einem Freitag ehrenamtliche Pflanzhelfer zu organisieren war nicht einfach, aber es ist gelungen. Mehr als 30 Erwachsene und einige Jugendliche fanden sich bei zeitweisem Nieselregen ein. Nach einem kurzen Vortrag zum Thema, begannen die Erwachsenen unter Anleitung erfahrener Forstwirte zu pflanzen.
Auch für die Kinder eines benachbarten Hortes gab es viel zu entdecken. Mit Experimenten versuchten Vertreter des Trinkwasserwald-Vereins Kindern die "Wunder der Natur" spielerisch näher zu bringen. Für ein Experiment erhielten die Kinder getrocknete, dünne Holzscheiben. Auf eine Seite dieser Scheiben träufelte Dr. Meyer-Schulz etwas Spülmittel. Dann rieben die Kinder das Spülmittel ein und pusteten von der trockenen Seite der Holzscheibe kräftig Luft hindurch. Dadurch bildeten sich kleine Seifenblasentürmchen auf der Holzscheibe. Mit diesem Experiment zeigte der Verein den Kindern die Leitbahnen in einem Baum, durch die das Wasser transportiert wird. Auch die Wirkung von Laubbäumen auf das Grundwasser und somit auf das Trinkwasser wurde anschaulich vermittelt. Ebenso erklärte Frau Dr. Katharina Meyer-Schulze die Photosynthese, indem die Kinder auf Baumstämmen balancierend mit Wasser auf einem Löffel hinauf und Bonbons zurückliefen. In einem Versuch zeigt sich, wie durchlässig ein guter Waldboden im Gegensatz zu verdichtetem Boden, ist.
Besonders gefreut haben wir uns über die Unterstützung durch die Jugendgruppe der DLRG Lamstedt und die Herren vom Werkhof. Auch Parents for Future und Mitglieder der Hemmoorer Nachhaltigkeitsgruppe waren dabei. Mit vereinten Kräften ist es uns gelungen alle 500 Bäume zu pflanzen. Bei Kaffee und Butterkuchen wurde das Thema Trinkwasser noch eifrig diskutiert.
Die Zusammenarbeit mit Trinkwasserwald e.V. lief hervorragend, das machen wir gern wieder.
Ach ja, auch beim Toilettengang wollten wir natürlich Trinkwasser sparen und freuten uns sehr, dass uns die Firma Ökoje aus Lamstedt einen Toilettenwagen mit 2 Kompostklos kostenlos zur Verfügung stellte.
Und noch etwas Erfreuliches: fünf der Jugendlichen aus der DLRG Gruppe nahmen während ihrer Grundschulzeit an den Treffen der BUND Kindergruppe teil.
Klimaschützer Wald- wie Holz(heiz)kraftwerke ihm schaden“
Am Donnerstag, 15.02.2024 ab 19 Uhr, fand im „Lokschuppen“ des Bürgerbahnhofes Cuxhaven die Veranstaltung „Klimaschützer Wald - wie Holz(heiz)kraftwerke ihm schaden“ statt.
Diese wurde zusammen von der BUND Kreisgruppe Cuxhaven, Fridays und Parents for Future Cuxhaven (auch Cuxhaven for Future genannt) organisiert.
Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung der RednerInnen durch Eleonore Lemke (1. Vorsitzende BUND Cuxhaven), machte Tobias Söhl (Cuxhaven for Future) den Auftakt und berichtete über das Holzheizkraftwerk (HHKW) Cuxhaven und dessen junge, aber schon wechselhafte Entstehungsgeschichte.
Es folgte der mit Spannung erwartete Hauptvortrag von Jana Ballenthien, Waldreferentin von Robin Wood:
Die Umwelt-NGO begleitet aktuell die Nationale Biomassestrategie (NABIS) des Bundes-Landwirtschaftsministeriums. Robin Wood setzt sich gegen die Verwendung von Holz im großen Stil in Verbrennungsanlagen ein.
Jana Ballenthien brachte die Bedeutung von Rest- bzw. Totholz näher. Totholz dient dem Wald als Quelle für neues Leben. Totholz ist wichtig für Biodiversität. Sie nannte Beispiele von Wäldern der US-amerikanischen Ostküste und Estland, die unter Kahlschlag von schützenswerten Flächen leiden.
Der weltweite Kahlschlag von Wäldern schreitet immer weiter voran und von einer Erholung der Wälder und nachhaltigen Bewirtschaftung ist nicht zu sprechen. Denn selbst bei Aufforstung von Wäldern werden oft wieder Mono-, statt zu Mischkulturen angelegt, die dann in ein paar Jahrzehnten wieder abholzt werden.
Auch deutsche Wälder sind weiterhin bedroht. Waren es vor paar Jahren noch Stürme, die Wälder oft das letzte Todesurteil gaben, setzten Dürren immer weiter besonders den Waldböden zu.
Die Waldböden sind anfällig, da bei der kompletten Räumung der Flächen, kaum etwas von dem so wichtigen Totholz zurückgelassen wird.
Kahle Waldböden werden nachweislich 10-25 Grad heißer als Totholzflächen.
Nur noch 21% der Baumkronen in deutschen Wäldern sind intakt, wobei selbst diese bereits Schäden vielfältiger Einflüsse aufweisen.
Nahezu die Hälfte des auf den Markt zur Verfügung gestellten Holzes fällt in Deutschland der Verbrennung zum Opfer. Dabei ist das Holz oft gar nicht von schlechter Qualität und wäre zur Verwendung in der Papier- oder Holzverarbeitungsindustrie geeignet. Viele qualitativ hochwertige Baumstämme werden jedoch verbrannt, weil die hiesigen Sägewerke, die großen Baumdurchmesser, sogenannte Überstärke, nicht verarbeiten können.
Nach fachlicher Begutachtung der Holzlagerplätze des HHKW Cuxhaven durch Jana Ballenthien, wird auch bei uns qualitativ hochwertiges Kiefernholz, sowie für die Biodiversität wichtige Baumstämme mit Hohlräumen verbrannt.
Robin Wood setz sich, sogar zusammen mit der Holzverarbeitungsindustrie VHI, für eine klare und strenge juristische Industrierundholzdefinition ein, um unsinnige Holzverbrennung in Deutschland einzudämmen.
Nach dem Vortrag gab es eine Fragerunde.
Warum man nicht auf die klimafreundliche und mehr als hundert Jahre alte Technologie der Wärmepumpentechnik zurückgreift blieb unbeantwortet.
Die Wärmepumpentechnologie wurde im nächsten Vortrag von Christan Völker näher beleuchtet. Er berichtete von Großwärmepumpen in Flensburg oder Esbjerg, Dänemark.
Schlussendlich bleibt es fragwürdig, warum eine Stadt des Windes und Wassers, sich in Energiefragen aktuell auf den Holzweg befindet.
Die Veranstaltug endete gegen um 21 Uhr mit großem Applaus und einem kleinen Dankeschön-Präsent für die Hauptrednerin Jana Ballenthien.
An dieser Stelle sei aber nochmal bei allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, dass die Veranstaltung so erfolgreich war, herzlich gedankt.
Alle Jahre wieder Ferienspaß auf dem BUND Gelände
Jedes Jahr im Frühjahr kommt die Anfrage der Samtgemeinde, ob der BUND wieder Ferienspaßaktionen anbieten kann. Danach setzt sich das Ferienspaßteam (Ü70) zusammen um das Programm zu entwickeln. In diesem Jahr entschieden wir uns Flüssigseife und Ringelblumensalbe herzustellen und Kräutersäckchen zu befüllen. Die liebevoll genähten Kräutersäckchen durfte jedes Kind mit einem Stempel versehen, auf dem das gewünschte Kraut abgebildet war.
Die Anmeldezahlen waren überwältigend (44Kinder) so dass wir letztlich 3 Gruppen a 10 Kinder betreuten.
An beiden Tagen war es sehr heiß; außer Wasser gab es noch Kräuterlimonade zu trinken, Kräuterquark und rohes Gemüse als Imbiss.